Grüner Tee Kaufen – Einkaufsführer

 

Grüner Tee Kaufen – Einkaufsführer

Der große Grüntee-Einkaufsführer: die wichtigsten Grünteesorten aus Japan, China bis Indien mit allen Infos und Preisen von Sencha, Matcha bis Gyokuro.

Marktübersicht der wichtigsten Grüntees

Am Markt existiert eine verwirrende Vielzahl an grünen Tees, zumeist mit keinen oder nur sehr eingeschränkten Informationen zur Herkunft, Sorte, Cultivar, Erntejahr, Erntezeitpunkt, Verarbeitungsmethode etc. Doch genau diese Informationen sind entscheidend, um gute bzw. ausreichende Qualität von den vielen minderwertigen Grüntees unterscheiden zu können. Viele bekannte Marken erfreuen sich des wachsenden Gesundheits-Bewusstseins und der Nachfrage nach dem „gesunden“ grünen Tee. Doch Minderqualitäten (späte Ernten, Mischungen der billigsten Tees, Anbau mit Pestiziden, Herbiziden, Insektiziden) können sogar eher belastend als gesund sein. Ausserdem sind die in kleinen Mengen verkauften Teebeutel (meist 15 bis 20 Beutel  à 3g) gerechnet auf den 100g Preis häufig sogar wesentlich teurer als gute lose Teequalitäten.

Insgesamt ist es selbst für Teekenner bei der Produktsuche schwer, einen Überblick und eine Einschätzung der zahlreichen Tees Online zu erlangen. Noch schwieriger ist es, spezielle Sorten, Cultivare und Tees aus bestimmten Lagen am Markt zu finden, obwohl dies gerade für Gesundheitsbewusste und Gourmets von größtem Interesse ist. Denn nicht jeder Grüntee eignet sich gleichermaßen für die verschiedenen Gesundheitsprobleme, ja sogar ganz im Gegenteil. Bei den meisten Indikationen ist es förderlich oder gar notwendig, die richtige Grünteesorte zu trinken und teilweise sogar ratsam, manche Tees zu meiden.

Einkaufsführer für verschiedene Sorten

Aus diesem Grund pflegen wir die uns verfügbaren Informationen zu den Online am Markt existierenden Grüntees in eine Datenbank und stellen diese sortier- und filterbar nach den wichtigsten Kriterien in unseren Grüntee-Einkaufsführer ein. Die Ergebnisse sollen sowohl dem Tee-Connaisseur als auch dem gesundheitsbewussten Teetrinker in gleichem Maße dienen und für einen besseren Überblick am Markt sorgen. Das Einpflegen der Daten wird mit großer Sorgfalt halbjährlich durchgeführt und stützt sich auf die öffentlich zugänglichen Informationen der Anbieter. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Informationen übernehmen wir jedoch keine Gewähr. 

Allgemeine Marken-Grüntees

Die größte Zahl der Grüntees wird in Europa und den USA ohne Angabe von Sorte und sonstigen Informationen (Herkunftsregion, Ernte, Cultivar, Verarbeitung etc.), nur mit der Bezeichnung „Grüntee“ und meist im Teebeutel verkauft. Unser Einkaufsführer der am Markt verfügbaren sogenannten „Grüntees“ zeigt die extrem schlechte Info-Lage und geringe Qualität vieler Produkte bei gleichzeitig relativ hohen Preisen. Im Test werden alle Tees abgebildet, die sich nur „Grüntee“ nennen, sowie vergleichbare Allrounder-Sorten für die Gesundheit wie insbesondere der japanische Sencha.

GrünteesorteMerkmalVerzehrempfehlung Gesundheit
Allgemeine Marken-GrünteesSehr häufig ohne Angabe von Sorte oder sonstigen Infos nur unter der Bezeichnung „Grüntee“ im MarktOhne Angabe von Sorte und anderen wichtigen Infos empfehle ich diese „Grüntees“ nicht zur täglichen Einnahme.  Bei ausreichender Qualität (mind. >79%, am besten >90%) erscheinen 3 Portionen Tee à 2 gut geh. TL täglich für die Vorbeugung als sinnvoll. Besser sollten jedoch die wichtigen Basis-Tees (siehe nachfolgende Kategorie) über den Tag verteilt getrunken werden.

Die wichtigsten Grünteesorten: die „Basis-Grüntees“

Im Beitrag Welche Grünteesorten wie oft und wie viel? wird erläutert, weshalb es gesundheitlich (und auch geschmacklich) sehr sinnvoll ist, anstelle von einem allgemeinen Grüntee, die drei wichtigsten Sorten Gyokuro, Sencha und Bancha über den Tag verteilt zu trinken und diese zwei- bis dreimal in der Woche durch das Grünteepulver Matcha zu ergänzen. Übrigens, noch besser ist es, von der jeweiligen Sorte ab und zu sowohl den Cultivar, als auch die Herkunftsregion zu wechseln, da diese unterschiedliche Inhalts- und Geschmacksstoffe liefern. Und, wem die 4 genannten Sorten zu langweilig werden, der kann zudem auch auf die in den nächsten Kategorien genannten milderen und spezielleren Sorten zurückgreifen. Details zur Zubereitung finden sich im Beitrag Zubereitung von Grünteesorten für die Gesundheit.

GrünteesorteMerkmalVerzehrempfehlung Gesundheit
Gyokuro Führeredelste Sorte, vollbeschattet, volles Umami, viele AminosäurenTäglich 1 Portion (am besten morgens). Möglichst 2 verschiedene Gyokuros (Herkunftsregion und Saatsorte) abwechselnd. Alle Infos siehe in Gyokuro Tee.
Sencha Führerder meistgetrunkene Klassiker und Gesundheits-Allrounder, viel Sonne, viele Catechine u. Bitterstoffe, gerolltTäglich 1 Portion (am besten mittags/nachmittags). Möglichst 3 verschiedene Senchas (Herkunftsregion und Saatsorte) abwechselnd. Alle Infos siehe in Sencha Tee.
Bancha Führerspätere Ernten, günstiger, mild, weniger Koffein, sehr basisch / mineralisch, viele Mineralstoffe u. SpurenelementeTäglich 1 Portion (am besten abends). Möglichst 2 verschiedene Banchas (Herkunftsregion und Saatsorte) abwechselnd. Alle Infos siehe in Bancha Tee.
Matcha FührerFeinst vermahlene Tencha-Blätter, vollbeschattet, das ganze Teeblatt verzehren, Antioxidans2-3 x pro Woche 1 Portion in Matcha-Schale heiß verrührt. In einem Shake/Smoothie unerhitzt auch täglich. Alle Infos siehe Matcha Tee.
   
Shincha Führerder erste Frühlingstee, besonders nährstoffreich, frischer und kräftiger, sonst wie SenchaAnstelle von Sencha: saisonale Frühsommerkur mit diesem ersten Grüntee des Jahres (April bis inkl. Juli). Alle Infos siehe Shincha Tee.
Mizudashi Führerder Kaltwasser-Tee, besonders viele Aminosäuren und Polysaccharide, süß und mild, kann im Kühlschrank (auch mit Eiswürfeln) gezogen werdenAnstelle von Sencha: saisonale Sommerkur mit diesem erfrischenden Kaltwassertee. Besonders Immunsystem-Kur und gut für Stoffwechsel, siehe Mizudashi-Tee.

Spezielle Grünteesorten

In dieser Rubrik werden die Einkaufsführer der spezielleren und selteneren Grünteesorten aufgeführt. Sowohl geschmacklich, als auch in gesundheitlicher Hinsicht besitzen sie alle ihre volle Berechtigung und können wunderbar als Alternative oder Ergänzung zu den o.g. wichtigsten Sorten getrunken werden. Alle diese Sorten verfügen jedoch über eigene, spezielle Wirkungen auf die Gesundheit.

GrünteesorteMerkmalVerzehrempfehlung Gesundheit
Karigane & Kukicha FührerStängel vom Sencha und Gyokuro, viele Aminosäuren, weniger Bitterstoffe, wenig KoffeinTäglich als mildere und koffeinärmere Alternative zum Gyokuro und Sencha. Alle Infos siehe Karigane & Kukicha.
Genmaicha Führer50% Bancha und 50% gerösteter Reis, schöne RöstaromenTäglich als mildere und koffeinärmere Alternative zum Bancha, hohe Magen- und Darmverträglichkeit, wärmend. Alle Infos siehe Genmaicha Tee.
HojichaFührergerösteter BanchaTäglich als mildere Alternative zum Bancha, weniger Catechine und Nährstoffe, aber sehr förderlich für den Darm, auch wärmend.
Matcha iriFührerSencha, Karigane oder Genmaicha mit etwas Matcha vermischtTäglich als geschmackliche und leicht anregendere und erfrischendere Alternative zu Sencha, Karigane oder Genmaicha.
Fukamushi Sencha Führer Länger gedämpfter Sencha (tiefgedämpft)Täglich als geschmacklich intensivere und „vollere“ Alternative zu Sencha.
Kabusecha Führer Halbbeschatteter SenchaTäglich als Alternative zu Gyokuro oder Sencha. Liegt genau zwischen diesen beiden Sorten, also mehr Bitterstoffe und weniger Aminosäuren als Gyokuro.
Kamairicha FührerStop der Oxidation durch Ofen- oder Pfannenfeuerung, anstelle Wasserdämpfung.Täglich als Alternative zu Sencha. Sehr schöne Röstaromen, der typische Grünteegeschmack ist geringer ausgeprägt. Jedoch  nur sinnvoll, wenn sehr schonende Feuerung.
Tamaryokucha FührerTee wird spezielle verarbeitet, so dass er eine deutlich verkürzte und 5fach kleinere, zusammen gepresste Form im Vergleich zu Sencha annimmt (Magatama Form).Täglich als Alternative zu Sencha. Sehr elegant. Gibt jedoch etwas weniger Nährstoffe ins Wasser. Daher auf hohe Qualität achten.

Funktions-Grüntees

Diese Grüntees weisen äußerst spezielle Gesundheits-Eigenschaften auf und sind weniger „Allrounder“ wie die o.g. Basis-Sorten. Oft werden sie bei besonderen Problemen unterstützend eingesetzt. Aber auch geschmacklich haben vor allem der GABA-Tee und der Yamakai einiges zu bieten.

GrünteesorteMerkmalVerzehrempfehlung Gesundheit
Benifuuki FührerSpezielle Grüntee-Kreuzung, besitzt den höchsten Gehalt an Catechinen (insbes. EGCG) und einer der ganz wenigen Kultivare, die methylierte Catechine enthält (höchster Gehalt).Täglich als Alternative zu Sencha. Besonders förderlich für Leber, Bauchspeicheldrüse, Stoffwechsel, gegen Allergien und Entzündungen. Täglich als Alternative zu Sencha, je nach Anwendung unterschiedlich, siehe Beitrag Benifuuki Tee und Pulver.
GABA  FührerBesitzt bis zu fast 50x mehr von der Aminosäure GABA als der eh schon Aminosäuren-reiche normale Grüntee. Ansonsten ähnlich potente allgemeine Wirkung wie Sencha und bei guter Verarbeitung sehr wohlschmeckend.Täglich als Alternative zu Sencha. Besonders förderlich bei zu hohem Blutdruck, zur Entspannung, Schlafstörungen, Einschlafhilfe, besserer Schlaf, Konzentrationsstörungen, Parkinson, Alkoholismus, Unterstützung der Leber, Diabetes, Muskelaufbau, Schmerzen und altersbedingtem Mangel an GABA. Je nach Anwendung sehr unterschiedlich, siehe Beitrag GABA Tee und Pulver.
Sunrouge FührerSpezielle Grünteekreuzung, besitzt als einzige Grünteesorte hohe Mengen an speziellen Anthocyanen sowie einen signifikanten Catechin-Gehalt.Besonders förderlich für die Sehkraft, gegen Übermüdung der Augen, für dieNachtsicht, gegen Kurzsichtigkeit, aber auch stark antioxidativ, entzündungshemmend (vor allem bei Darmentzündungen), gefäßschützend, förderlich gegen Krebs und erhöht die Sensibilität bei Strahlentherapie. Siehe Sunrouge Tee.
Yamakai FührerSpezieller Grüntee-Kultivar, in Form von Sencha oder Bancha, besitzt besondere Catechin-Zusammensetzung, insbesondere methylierte Catechine, ähnlich wie Benifuuki, nur milder und äußerst guter und natürlicher Geschmack.Täglich anstelle von Benifuuki / Sencha / Bancha: förderlich bei Gesundheitsproblemen, die guten Miax aus methylierten und nichtmethylierten  Catechinen erfordern. Mildere aber verträglichere Wirkung als Benifuuki und wohlschmeckend.

Grünteekapseln und Grünteeextrakt

GrünteesorteMerkmalVerzehrempfehlung Gesundheit
Sencha-Pulver Führer Fein vermahlene Sencha-Blätter.Bei gesundheitlichen Problemen, die eine hohe Aufnahme von Bitterstoffen erfordern. Nur Kur-/Therapieweise.
Grünteekapseln Führer Fein vermahlene Grünteeblätter in Kapseln verpackt.Bei gesundheitlichen Problemen, die eine hohe Aufnahme von Bitterstoffen erfordern. Nur Kur-/Therapieweise.
Grünteeextrakt FührerAus den Grünteeblättern extrahierte, konzentrierte Catechine als Pulver in Kapseln oder Tabletten.Bei gesundheitlichen Problemen, die speziell eine hohe Aufnahme von Catechinen erfordern. Nur Kur-/Therapieweise.
EGCG-Extrakt FührerAus den Grünteeblättern extrahiertes, konzentriertes EGCG (das Hauptcatechin) als Pulver in Kapseln oder Tabletten.Bei gesundheitlichen Problemen, die speziell eine hohe Aufnahme von EGCG erfordern. Nur Kur-/Therapieweise.

Kaufkriterien

Unsere Empfehlung zum Verzehr und Kauf von grünem Tee basiert allgemein auf vier wesentlichen Kriterien für die einzelnen Sorten:

Kriterien für den Kauf von grünem Tee

      1. Ausreichend hohe Qualität (in der Verkostung mindestens 79% von 100%, möglichst aber >90%).
      2. Alle wesentlichen TeeInformationen sind angegeben (vor allem Sorte, Cultivar, Erntejahr, welche Ernte bzw. Erntezeitpunkt, 100% Originalität (Origin-Tees), genaue Zusammensetzung und möglichst Infos zur Anbau- und Verarbeitungsmethode)
      3. Luftdichte, wiederverschließbare Verpackung mit hoher Barrieresicherheit (Schutz vor Schadstoffen, Oxidation, Gerüchen, Feuchtigkeit und Licht).
      4. Gutes Preis-Leistungsverhältnis.
      5. Veröffentlichte Labortests (Pestizide, Herbizide, Mineralöle, Radioaktivität etc.). Nach Möglichkeit sind Bio-Tees bzw. Tees aus Anbau ohne Pflanzenschutzmittel vorzuziehen.
      6. Angaben zu Auszeichnungen und Medaillen der Teefarm oder des Tees 

Die Details der Verkostung und der Informationen werden in den entsprechenden Produktprofilen dargestellt. 

QualitätUnser Rating in %*Typische Qualitäts-Bezeichnungen im Markt (muss nicht mit der tatsächlichen Qualität übereinstimmen)Geschmack und Wirkung
Standard79%-89%Einsteiger, BasicErst ab einer Verkostung von 79% empfehlen wir Grüntee für den täglichen Genuss. Darunter sind die Inhaltsstoffe und ihre Wirkung unserer Ansicht nach zu unausgewogen.
Premium90%-94%Premium Grade, High Grade, Superior, Extra fineHarmonisch im Geschmack und deutliche Wirkung. Sehr gute Eigenschaften für die tägliche Versorgung. Kann bei ausgewählten gesundheitlichen Problemen helfen und förderlich sein.
Super Premium95%-97%Highest Grade, Ceremonial GradeExzellente Eigenschaften für die tägliche Versorgung. Kann signifikante Unterstützung bei bestimmten gesundheitlichen Problemen leisten.
Contest Grade98%-100%Competition Grade, Wettbewerbs-Tees, Contest GradeWie Super Premium, jedoch höchste Geschmacks- und Wirkungsstufe. Tee nahm an signifikanten Wettbewerben teil und gewann entsprechende Plätze / Medaillen.

* Die jeweilige Bewertung eines Tees kann bei der Verkostung anhand der folgenden Kriterien vorgenommen werden: Geschmack / Aroma des Aufgusses, Aussehen und Haptik der Blätter, Farbe des Aufgusses.

Grüner Tee und Wasser

Bitte achten Sie auch besonders auf die Qualität des Wassers für Grüntee in der Zubereitung. Dies hat einen enormen Einfluß auf Geschmack und auch auf die gesundheitliche Wirkung. Dazu haben wir auch einen eigenen Überblick zum Thema Wasser erstellt.

Negative Testberichte für grüne Tees

Die Freude um die große Heilpflanze Grüner Tee wurde in den letzten Jahren immer wieder durch teilweise beunruhigende Testberichte getrübt. Vor allem die Tests der Zeitschriften Stiftung Warentest und Ökotest sind hervorzuheben. Dabei wurden vorwiegend Grüntees im eher niedrigen Qualitätssegment, vorwiegend ohne Bio-Zertifikat getestet. Alle Tests zeigen deutlich: Die Investition in Bio-Tees lohnt sich, zumindest kann man dadurch einen Großteil der Schadstoffe umgehen. Allerdings weisen Bio-Tees häufig eine schlechte Qualität auf, vor allem im günstigen Preisbereich. Und, nicht alle Bio-Tees sind allerdings rein. Hersteller, die eigene Labor-Tests veröffentlichen sind sehr selten. Diese sollte man unterstützen. Radioaktivität ist bei den japanischen Tees weiterhin kein Problem. Alle Labortests zeigen keine erhöhten Werte. Vielmehr sollte man auf andere Schadstoffe achten, vor allem bei Tees aus China und Indien und bei Matcha aus Japan.

Grüner Tee Test der Stiftung Warentest

Die unabhängige Zeitschrift Stiftung Warentest führte zuletzt im September 2015 eine Untersuchung zu 25 grünen Tees im Markt durch. Dabei wurden vor allem die billigen Discounter-Tees ausgewählt. Getestet wurde auf Pestizide, Radioaktivität, Antrachinon, Mineralölrückstände, PAK (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe), Pyrrolizidinalkaloid und Nikotin. Auf das Herbizid Glyphosat wurde nicht analyisert. Erhöhte Radioaktivität fand sich in keinem der Tees. Aber keiner der 25 Tees war völlig frei von Schadstoffen, 7 waren stark belastet (mangelhaft) und weitere 7 wurden nur mit ausreichend bewertet. Der in 2006 durchgeführte Test auf Pestizide in grünen Tees im deutschen Markt ergab ähnliche Resultate. Von 30 getesteten Grüntees waren 8 unbelastet, 6 sehr gering und 9 gering belastet, 4 deutlich belastet und 3 stark belastet. Getestet wurden allerdings auch hier eher Grüntees des unteren Qualitäts- und Preissegments. Von den 8 Bio-Tees waren 2 gering belastet. Verglichen mit dem Test zuvor aus dem Jahre 1999 zeigte der Test 2006 ein deutlich besseres Bild. 1999 waren von 68 getesteten Grüntees noch mehr als die Hälfte stark belastet und nur 7 waren unbelastet.

Grüner Tee Test von Öko-Test

Die Zeitschrift Öko-Test veröffentlichte zuletzt am 27.1.2012 einen Test von 22 grünen Tees. In 17 Produkten fanden sich Rückstände von Mineralölen. Häufig gelangen diese durch Karton-Verpackungen aus recyceltem Papier (Rückstände von Zeitungsfarben) in den Tee. Bei den aromatisierten Grüntees fanden sich zahlreiche synthetische und teilweise auch biotechnologisch erzeugte Aromastoffe. Wie auch beim o.g. Test der Stiftung Warentest wurden vorrangig Grüntees des unteren Preissegments getestet. Auch hier liegt der Test zu weit zurück, als dass der Verbraucher heute sich daran orientieren sollte.

Test auf Pestizide im Grüntee

Pflanzenschutzmittel (Pestizide und Herbizide) stellen ein großes Problem der Grüntee-Branche dar. Der Anbau von Tee in den heißen und schwülen Regionen ohne Pestizide ist ein recht schwieriges Unterfangen, da zahlreiche Krankheiten und Schädlingsbefall auftreten. Der Bio-Anbau ist deutlich anspruchsvoller und insbesondere in den Jahren der Umstellung auf Bio ergeben sich schmälere Erträge. Zudem leidet beim Bio-Anbau die Teequalität, wenn der Teefarmer diese Technik noch nicht kunstvoll beherrscht.

Pestizide in Tees aus China und Indien

In den Labortests werden seit Jahren unbefriedigende Ergebnisse bei der Belastung von Pestiziden und Herbiziden von Grüntees aus vor allem Indien und China erzielt. Nach der Einschätzung dreier führender deutscher Labore stechen diese Regionen immer wieder besonders heraus. Sie liegen nicht selten weit über den Grenzwerten. Dies gilt auch für einen signifikanten Teil der Bio-Grüntees. Dies können wir durch eigene in Auftrag gegebene Labortests von Grünteeproben aus China durchaus bestätigen. In einem Fall – es handelte sich um einen als in „idyllischer Natur wild wachsender Bergtee“ ausgezeichneter Grüntee – fand unser Labor gleich eine extreme Überschreitung der Grenzwerte mehrerer Pflanzenschutzmittel.

Insgesamt empfehlen wir daher keine Grüntees aus China oder Indien ohne veröffentlichten Labortest im heimischen Labor zu kaufen. Dies gilt selbst für bio-zertifizierte Tees, besonders aus China und Indien. Zu beachten ist auch, dass Grüner Tee, der als „Sencha“ ausgezeichnet ist, nicht unbedingt aus Japan kommt. Mittlerweile existieren nicht wenige Teeplantagen, die den Grüntee in China nach der Sencha-Methode anbauen. Diese Tees finden sich im Markt mitunter dann auch als „Japan Sencha“. Wer Sencha aus Japan kaufen möchte, der sollte auf die genaue Herkunftsbezeichnung achten.

Pestizide in Tees aus Japan

Eine Besonderheit sind die japanischen Grüntees, da Japan andere Höchstwerte für bestimmte Pestizide vorschreibt, als dies in der EU der Fall ist. Gerade stolze und prominente Teefarmer wollen auf die speziellen japanischen Pflanzenschutzmittel nur ungerne verzichten, da sie im heimischen Klima bewährt sind. So kommt es vor, dass auch gute Grüntees aus Japan die EU-Höchstgrenzen teilweise überschreiten, aber in der Regel zugleich die japanischen Höchstgrenzen unserer Erfahrung nach meist einhalten. Tatsächlich habe ich bislang noch keinen Labortest eines japanischen Grüntees gesehen, bei dem die japanischen Höchstgrenzen überschritten wurden. Bei Grüntees aus China und Indien ist dies aber nicht selten, ja sogar häufig vorgekommen.

Eine Beurteilung, ob die unterschiedlichen Höchstgrenzen zwischen Japan und der EU nur auf mangelnde Abstimmung und Lobbyismus zurückzuführen ist, oder ob die EU-Höchstgrenzen tatsächlich einen besseren gesundheitlichen Schutz liefern, ist von hier aus nicht zu leisten. Es ist nämlich umgekehrt daran zu denken, dass bestimmte in der EU zugelassene Pflanzenschutzmittel in Japan ganz anders bewertet werden.

In den letzten Jahren setzte ein verstärkter Trend in Japan ein, in der EU zugelassene Pestizide zu verwenden (EU-kompatible Grüntees), um die attraktiven Exportmärkte bedienen zu können. Es werden also in Japan gebräuchliche Pestizide durch in der EU gebräuchliche Pestizide ersetzt. Ob dies immer positiv zu werten ist, sei dahin gestellt. Zumindest empfehlen wir keinen Kauf von grünen Tees direkt von Shops aus Japan, da diese Grüntees meist nicht EU-kompatibel sind und häufig nach EU-Recht überhöhte Pestizidwerte aufweisen. Unsere eigenen Labortestungen haben dies in zahlreichen Fällen bestätigt. Japanische Grüntees sollten durch versierte Händler importiert, als EU-kompatibel getestet sein und sind dann erst für den Import in die EU zugelassen.

Pestizide in Matcha und Gyokuro

Noch wesentlich deutlicher gilt das Vorgesagte für Matcha und Gyokuro. Diese beschatteten Tees sind anfälliger für Krankheiten und Insekten und es werden daher besonders viele Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Ich empfehle hier ausschließlich Bio-Qualitäten bzw. Tees aus pestizidfreiem Anbau.  

Pestizide in Bio-Grüntees

Labortests zeigen, dass die Bio-Grüntees in der großen Masse deutlich weniger mit Pestiziden und Herbiziden belastet sind, als die Nicht-Bio-Tees. Führende Labore bestätigen jedoch immer wieder, dass bei einem nicht unerheblichen Teil der Bio-Tees auch Rückstände gefunden werden. Meiner Beobachtung nach trifft dies vor allem für grüne Tees aus China und Indien zu, aber auch teilweise bei japanischen Farmen, die ungünstig liegen und an Nicht-Bio-Farmen angrenzen, bzw. Windeintrag ausgesetzt sind. In Bio-Farmen aus China und Indien kommt es teilweise zu erheblichen Belastungen, die nicht mehr nur durch Windeintrag aus dem Nachbarfeld erklärbar sind. Bei japanischen Bio-Grüntees habe ich selbst bislang noch keine stärkeren Belastungen, aber dennoch auch Rückstände durch Windeintrag in Labortests gefunden.

Pestizide in aromatisierten Grüntees

Vorsicht ist besonders bei aromatisiertem Grüntee angebracht. Dieser wird häufig mit Blüten, Blättern, Kräuter oder Fruchtschalen zur Veränderung des Aromas versetzt. Aber für diese gelten keine oder höhere gesetzliche Pestizid-Höchstmengen. Dadurch kann es zu deutlich größeren Belastungen durch Pflanzenschutzmittel und auch durch Pyrrolizidinalkaloide (Unkräuter) beim Teetrinken kommen. Auf der anderen Seite werden aber auch teilweise synthetische oder biotechnologisch gewonnene Aromastoffe verwendet, was aus gesundheitlicher Sicht nicht unbedenklich sein kann.

Fazit Pestizidtests für Grüne Tees: Wir empfehlen grundsätzlich nur grüne Tees zu geniessen, die vom Erzeuger / Händler in einem heimischen Labor getestet wurden und deren Testergebnisse veröffentlicht werden. Auch bei Bio-Tees ist Vorsicht geboten, insbesondere aus China und Indien. Bei Matcha und Gyokuro empfehlen wir ausschließlich Bio-Tees.

Test auf Radioaktivität im Grüntee

Im Beitrag Radioaktivität im japanischen Grüntee wird im Einzelnen beschrieben, wie es sich aus meiner Erfahrung um die Belastung von Tee aus diesen Anbaugebieten handelt. Um es kurz zu fassen: seit 2012 haben wir keine Belastungen der zahlreichen getesteten Grüntees in deutschen unabhängigen Laboren mehr feststellen können. Die Messergebnisse lagen unisono bei 0 Bequerel. Dies dürfte auf verschiedene geografische und Wind-bedingte Einflüsse zurückzuführen sein. Aus Vorsichtsgründen empfehle ich trotzdem den Tee nur von Anbietern zu kaufen, die regelmäßig ihre Anbauregionen im Labor testen lassen und diese Tests veröffentlichen.



24 Responses to “Grüner Tee Kaufen – Einkaufsführer”

  1. Sehr geehrter Herr Dr. Schweikart,

    zunächst finde ich Ihre Seite sehr informativ!
    Ich trinke seit mehr als 15 Jahren regelmäßig Grüntee (nahezu täglich und vorwiegend Gyokuros). Dieser Tee wird von Ihnen u.a. auf Radioaktivität untersucht.
    Was ich vermisse ist eine Untersuchung auf Pyrrolizidinalkaloide. Ein sehr krebserregender Stoff von anderen Pflanzen, die versehentlich beim Pflücken in den Tee gelangen können.
    Meine Frage wäre nun, warum dieser Stoff nicht untersucht wird??? Ich habe auch schon bei Sunday natural products nachgefragt und erhielt dort eine sehr unbefriedigende Antwort (Man hat davon gehört, man könnte aber…..)
    Dies ist sehr negativ, da dadurch die gesunden Eigenschaften von Grüntee aufgehoben werden. Ich denke dieser Stoff wird deshalb nicht untersucht, weil er in jedem Grüntee enthalten ist, oder?????
    Für eine Antwort diesbezüglich wäre ich Ihnen sehr dankbar!!

    MfG

    F. Link

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, ich habe in der Vergangenheit einige Grüntees aus Japan auf PAs im Labor untersuchen lassen und keine Spuren gefunden. Sie sind ja meist in den Wildkräutern / Gräsern zwischen den Teepflanzen enthalten. Guter Grüntee wird aber von oben gepflückt und es sollten keinerlei Kräuter in die Ernte gelangen. Chinesische Grüntees habe ich noch nicht untersucht, aber in dem letzten Test von Ökotest wurden ja in einigen chinesischen Discountertees etwas gefunden. Also in den mir bekannten japanischen Qualitäts-Tees war bislang noch nichts aufzufinden. beste Grüße Jörg Schweikart

  2. Hallo,
    ich trinke täglich ca. 3l grünen Tee, wobei ich ca. 9,5g grünen Tee verschiedenster Sorten ( Sencha, Sincha, Gyokuru..)zweimal aufgieße. Dies betreibe ich schon ca. 1,5 Jahre und fühle mich körperlich sehr gut. Nun habe ich nur bedenken wegen der Pestizid,- bzw. radioaktiven Belastung. Können Sie mir hier Entwarnung geben. ?
    Grüße josef Schneider

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, also bezüglich Radioaktivität hat noch kein einziger Test, den ich kenne, einen auch nur erhöhten Wert gezeigt. Bei Pestiziden ist das ganz anders. Hier gibt es sehr viele Belastungen. Ich selbst trinke meist Bio-Tees aus abglegenenen Lagen (Windeintrag) und die möglichst auch noch getestet sind. viele Grüße Jörg Schweikart

  3. stefan.grenzer@web.de:

    Hallo Herr Schweikard,

    zu allererst finde ich Sie haben eine sehr umfangreiche Seite, die sowohl breit als auch tief aufgestellt ist.
    Meine Frage ist: Sie empfehlen für die gesundheitliche Wirkung des Tee`s eine tägliche Menge von 0,3 Liter. Welche Auswirkung hat es wenn ich ca. 1 Liter des jeweiligen Tee (Basis Set) trinke?

    Mit freundlichen Grüßen

    Stefan Grenzer

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, Danke sehr! Die 0,3l beziehen sich auf eine Grünteesorte, ich empfehle aber täglich Gyokuro, Sencha und Bancha zu trinken, also 3 Portionen. Man kann auch durchaus weniger Wasser pro Portion nehmen, Teekenner trinken den Tee meist mit deutlich weniger Wasser, z.B. 0,1-0,2l pro Portion, je nach Qualität. Es kommt eher auf die Anzahl der Teelöffel pro Portion an. viele Grüße Jörg Schweikart

  4. Guten Tag
    habe mir folgende Sorten Grünertee aus Japan im Teegeschäft gekauft
    Gykuro,Shincha 1.Sorte sowie Bancha
    bei Leberprobleme ( Fettleber mit leichter Hepatitis )soll man trotzdem nur den Tee 2.Minuten bei 55-60Grad ziehenlassen oder länger ??
    habe den Tee bereits getrunken wie vorgegeben , ein Aroma konnte ich nicht feststellen vielleicht war ja nicht alles richtig ???

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo Herr Eitel, ja, diese Zubereitung wäre hier meine Empfehlung. Falls Sie aber kein gutes Gefühl damit haben und ihr Körper nach einer höheren Temperatur verlangt, dann sollten Sie ausprobieren, wie gut es Ihnen bekommt. Ich würde eher die Temperatur zunächst schrittweise erhöhen, als die Ziehzeit verlängern. viele Grüße Jörg Schweikart

  5. Hallo Herr Schweikart,

    ich bin neu hier und möchte Ihnen ein Lob für die tolle Website aussprechen. Ein wahres Füllhorn an Informationen!

    Eingedenk Ihrer Empfehlung für das Dämpfungsverfahren habe ich einen „Ökotopia-China sencha kbA“ gekauft, dessen Teeblätter gedämpft werden. Er schmeckt ganz ausgezeichnet.

    Viele Grüße
    Frank Servner

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Lieber Herr Servner, der Tee sieht auf der Webseite etwas dumpf und grob aus und ich hoffe, dass er mundet. In hedem Fall viel Spass damit! viele Grüße Jörg Schweikart

  6. sehr geehrter herr dr.schweikart! stimmt es, dass die teepflanze einen hohen anteil an aluminium besitzt, und wenn ja, dann sollte man gruentee doch nicht trinken, da aluminium ein nervengift ist und hoechstwahrscheinlich ausloeser von nervenkrankheiten wie alzheimer, parkinson etc!! auf der anderen seite, ist gruentee gesund fuer das gedaechtnis! ich versteh gar nichts mehr!! viele gruesse k

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, Ihre Info ist prinzipiell richtig und ich teile auch grundsätzlich Ihre Ansicht zur Gefährlichkeit von Aluminium. Allerdings muss man betrachten, wie viel des Stoffes tatsächlich ins Teewasser gelangt und wie die Wirkung eingebunden in den Gesamtstoffkomplex ist. Meine Erfahrung dabei ist, dass äußerst große Grünteemengen getrunken oder gegessen werden müssten, um einen negativen Effekt zu erzielen. Die Wirkung innerhalb der Gesamtstoffe scheint auch deutlich gepuffert zu sein. Insofern würde ich hier kein Risiko sehen. Das Thema wurde auch schon durch Studien untersucht und ich würde dies gerne bei nächster Gelegenheit einmal zusammenfassen. viele Grüße Jörg Schweikart

  7. Welche belastung hat der morgentau gruentee mit mangogeschmack

    • Ist der tee gut

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo Frau Kluge, welchen Tee meinen Sie denn? viele Grüße Jörg Schweikart

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo Frau Kluge, ich empfehle den Hersteller / Händler zu kontaktieren und nach einem Laborbericht auf Pestizide zu fragen. Dann erfahren Sie es genau. viele Grüße Jörg Schweikart

  8. Hallo,

    warum bewerten sie kein tee von teegschwendner?

    danke

    thomas

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo Herr Lenzkes, in den Tests sollte alle Tees enthalten sein, die ausreichend abgeschnitten haben. Schauen Sie zB mal unter Test Matcha die ganzen Aiya Matchas, die Teegschwender verkauft. viele Grüße Jörg Schweikart

  9. Hallo Herr Dr. Schweikart,
    vielen Dank für die tolle Seite und den vielen Informationen. Ich habe eine Frage:Welcher grüner tee hilft bei vergrößerten Prostata?

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo Herr Gushakowski, ich habe gerade an anderer Stelle auf die gleiche User-Frage wie folgt geantwortet: Bei ersten Prostatavergrößerungen/-veränderungen würde ich grundsätzlich noch das große Vorbeugungspaket empfehlen, siehe Tabelle im Beitrag: http://www.gruenertee.com/zubereitung/gesundheit/. Es wäre ratsam, die ersten Monate etwas mehr Matcha-Tee zu trinken, als dies in der Tabelle angegeben ist. In jedem Fall sollte die Sache vom Arzt untersucht werden. Bitte berücksichtigen Sie bei Einnahme von Medikamenten, dass grüner Tee Wechselwirkungen hervorrufen kann und sprechen dies mit dem Arzt vorher durch. beste Grüße Jörg Schweikart

  10. Hallo Herr Dr. Schweikart,

    vielen Dank für die tolle Seite und den vielen Informationen. Ich hätte einige Fragen:

    1. Wie sieht so ein kinesiologischer Test aus? Konkret: was wird getestet?
    2. Wie ist es möglich die gesundheitliche Wirkung zu testen?
    3. Kinesiologie heißt doch soviel wie Bewegungslehre – in welchem Zusammenhang steht das mit den Tees?
    4. Ich habe einen Bio-Tee Sencha Tee von „Arche“ gekauft – haben Sie diesen schon einmal getestet?

    Beste Grüße,

    David Feldmann

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo Herr Feldmann, die kinesiologische Testung wird allgemein auf George Joseph Goodheart aus den 70er-Jahren zurückgeführt. Sie basiert aber eigentlich auf jahrtausendealte Erkenntnisse der chinesischen Medizin und Energielehre. Demnach besitzt jeder Gegenstand und jedes Lebewesen eine bestimmte Energie bzw. Energiekombination gemäß seiner individuellen Zusammensetzung. Diese „Energiewolke“ wird von anderen Lebewesen bewusst oder unbewusst wahrgenommen und interagiert mit diesen. Goodheart hat diese Interaktion anhand von Muskeltests sichtbar gemacht. Bei einiger Übung gelingt es jedoch, die Testung auch ohne Hilfsmittel durchzuführen. Getestet werden kann so, die gesundheitliche Wirkung eines Stoffes, bzw. hier eines Tees, auf den Organismus. Ist er förderlich und löst positive Reaktionen aus, oder das Gegenteil. Im Muskeltest würde sich die negative Testung durch eine Schwächung des Muskels ausdrücken. Das ist zum Beispiel bei einem pestizidbelasteten Tee der Fall. Ähnliches gilt für einen wenig harmonischen Tee, z.B. wenn bestimmte Inhaltsstoffgruppen zu einseitig ausgeprägt sind. Bei fortgeschrittener Test-Technik, lässt sich das Ergebnis auch präzise in Zahlen ausdrücken. Alle Tees, die ich finde, teste ich und nehme diejenigen, die ich empfehlen kann in die Testliste mit auf. Alle Tees, die die 79%-Mindestkriterien nicht erreichen, führe ich nicht auf. Mit den besten Grüßen Jörg Schweikart

  11. Hallo,

    wie sieht es mit dem Aluminium-Gehalt aus ? In welchem Tee ist der am geringsten ? Danke.

    • Dr. Jörg Schweikart:

      Hallo, das Thema Nachteile und Vorteile von Aluminium im Tee ist ein sehr komplexes Thema. Ich werde dies demnächst noch in einem eigenen Beitrag näher beleuchten. So viel vorab: Aluminium steht ja in verschiedener Hinsicht unter Verdacht bestimmte Krankheiten auszulösen. Aus meiner Sicht stellt eine überhöhte Konzentration im Körper mit Aluminium eine große gesundheitliche Belastung dar, die mehrere ernsthafte Erkrankungen hervorrufen kann. Es stellt sich aber die Frage nach der Dosis, der Bindung an andere Puffer-Stoffe und der Konstitution, bei der der Körper keine eigene Ausscheidung mehr vornehmen kann. In begrenztem Maße ist Aluminium sogar wichtig und gesund für den Körper. Wir müssen uns also die Frage stellen, welche Aluminiumquellen können uns mit diesem Metall ungepuffert überfluten? Und dabei spielt Tee, egal welche Sorte und egal in welcher Verarbeitung, zum Glück keine signifikante Rolle. Tee sollte eher als gesunde geringe Quelle von Aluminium angesehen werden, wenn wir nicht bereits durch andere Quellen überlastet sind. Ähnliches gilt auch für andere Spurenelemente. Und nun noch kurz auf den Kern Ihrer Frage: Welche Teesorte besitzt den höchsten Aluminium-Anteil? Wichtig ist dabei, dass die Teepflanze grundsätzlich relativ viel Aluminium speichert. Betrachtet man also nur die Trockenmasse wird man relativ viel Aluminium finden. Aber nur eine sehr kleine Menge geht davon überhaupt in den Aufguss über! Und bei den empfohlenen 50-60 Grad Celsius mit 2 Minuten Ziehzeit für grünen Tee ist das noch wesentlich weniger, als bei den 90 Grad Celsius-Aufgüssen von Schwarztee. Weitere Aufgüsse beim Grüntee würden übrigens auch noch mehr Aluminium und andere weniger gesunde Stoffe mobilisieren. Ein dritter Punkt ist, dass der Tee in Teebeutel über wesentlich mehr Aluminium verfügt, als der Tee in loser gehobener Ware. Das hat mit der Zerkleinerung und der Blattzusammensetzung zu tun. Ein vierter Punkt ist, dass es darauf ankommt, wie das Aluminium an andere Inhaltsstoffen gebunden und von ihnen „gepuffert“ wird (ähnlich z.B. wie beim Koffein). Der reine Aluminiumgehalt ist im Teewasser sowohl bei Grüntee als auch bei Schwarztee relativ gering und weit von den Toleranzgrenzen entfernt, selbst wenn man täglich größere Mengen trinkt. Allerdings liegt das Aluminium im Schwarztee dabei wesentlich weniger verträglich vor. In Summe würde ich also bei allen gedämpften Grünteesorten hier eine Entwarnung geben. Bei Schwarztee wäre ich etwas vorsichtiger und würde bei einem unbelasteten Menschen trotzdem ebenfalls Entwarnung geben. Liegt aber eine Aluminium-Belastung bereits vor (z.B. durch Umweltgifte aus Auslandsreisen, oder Benutzung von Aluminiumgeschirr) würde ich vom üppigen Schwarztee-Genuss eher abraten und bei allen Grünteesorten immer noch kein Problem sehen. Weitere Details dann in einem späteren Beitrag. Beste Grüße Jörg Schweikart

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