Abnehmen und grüner Tee

Stoffwechsel optimieren 

Abnehmen und grüner Tee

Abnehmen durch grünen Tee: Zahlreiche Studien zeigen positive Effekte von Grüntee auf Stoffwechsel, Grundumsatz, Reduktion der Fettaufnahme und Hormone.

Abnehmwirkung von grünem Tee

Seit Jahrtausenden ist die heilsame Wirkung des grünen Tees bekannt. Neben der extrem positiven Versorgung mit Nährstoffen wird ihm bei vielen körperlichen Problemen und Krankheiten eine heilungsfördernde und teilweise sogar heilende Wirkung zugeschrieben. Die Bedeutung des Grüntees für die Gesundheit ist so groß, dass die Camellia Sinensis var. sinensis (Teepflanze / Teestrauch) zu den wichtigsten Heilpflanzen zählt. Zudem wird dem Grüntee auch eine deutlich abnehmende Wirkung zugeschrieben.

Und das liegt nicht nur daran, dass grüner Tee fast keine Kalorien beinhält und dadurch, im Gegensatz zu vielen anderen Getränken, keinen negativen Beitrag zur Energiebilanz leistet. Vielmehr besitzen die vielfältigen Inhaltsstoffe des Grüntees eine signifikante Wirkung auf den Stoffwechsel. Ausserdem wirken die Bitterstoffe bzw. die sekundären Pflanzenstoffe förderlich gegen Appetit auf Süsses und wirken positiv auf die Leber und den Hormonhaushalt.

Dabei ist die Kombination der verschiedenen Grünteesorten verteilt über den Tag herorzuheben, vor allem Gyokuro (morgens), Sencha (mittags), Bancha (abends) und Matcha (2-3 x pro Woche). Ergänzend bzw. in schwereren Fällen sollten noch weitere spezielle Tees und Grünteeextrakt zum Einsatz kommen (siehe unten).

Studien zum Abnehmen mit grünem Tee

Zahlreiche wissenschaftliche Studien zum Grüntee unterfüttern diese Aussagen. Insbesondere die besondere Kombinationsform des Koffeins im grünen Tee und der berühmten Catechine (vor allem EC, EGC, ECG, EGCG) haben in mehreren in vitro Studien speziell zum Abnehmen mit Grüntee gezeigt, dass sich diese auf die Fettverdauung und Fettresorption im Magen und Darm reduzierend auswirkten. Gleichzeitig wurde mehrfach nachgewiesen, dass diese Inhaltsstoffe den Stoffwechsel anregen (Thermogenese), den Grundumsatz bzw. Energieumsatz erhöhen und bestimmte Enzyme hemmen. Dies führte zu einer Förderung der Gewichtsabnahme.

Durchforscht man die wissenschaftlichen Datenbanken nach Studien mit menschlichen Probanden zur Wirkung des Grünen Tees auf das Abnehmen bzw. auf das Körpergewicht finden sich alleine zwischen dem Jahr 2000 und 2013 mehr als 40 Untersuchungen. Diese beziehen sich meist auf die isolierte Wirkung von Catechinen (insbesondere EGCG) und auch von Koffein. Im Ergebnis zeigen mehr als Dreiviertel der Studien einen positiven Einfluß der Wirkstoffe auf die untersuchten Parameter.

Die wesentlichen positiven Effekte von grüner Tee im Hinblick auf das Erreichen des „Idealgewichts“ im Überblick:

  • Reduktion der Fettaufnahme im Magen und Darm,
  • Hemmung bestimmter Lipase-Aktivitäten (Enzyme für die Fettaufnahme),
  • Erhöhung des Energie-Grundumsatzes, bzw. Anregung des Stoffwechsels.
  • Bitterstoffe können den Zuckerhunger reduzieren.
  • Bitterstoffe sind förderlich für die Leber.
  • Grüner Tee ist förderlich zur Regulierung der Darmflora und wirkt zudem antimykotisch.
  • Das EGCG im grünen Tee wirkt förderlich für den Hormonhaushalt (z.B. bei Östrogendominanz).

Bitterstoffe im Grüntee und Zuckerhunger

Neben diesen Effekten ist auch hervorzuheben, dass Grüner Tee, besonders die Sorten Sencha, Benifuuki und Bancha, über hohe Mengen an Bitterstoffen verfügen. Die regelmäßige Einnahme von Bitterstoffen verändert das Geschmacksempfinden, so dass extrem süsse Speisen zunehmend weniger gut und bittere Speisen zunehmend besser schmecken. Der Appetit oder gar Heisshunger auf Süsses und isolierte Kohlenhydrate wird so deutlich geringer. Und dies ist sowohl für den Blutzuckerhaushalt, als auch für den Zuckerstoffwechsel und für die Regulierung zu einem natürlichen Idealgewicht hin äußerst vorteilhaft.

Die menschliche Zunge verfügt zudem über mehr Rezeptoren für bittere als für süsse Geschmacksstoffe. In der heutigen Ernährung dominiert oftmals ein ungesunder hoher Anteil an süssen bzw. zuckerhaltigen Stoffen. Werden die Bitter-Geschmacksrezeptoren wieder besser ausgebildet und trainiert, können weniger süsse Lebensmittel erst wieder richtig wahrgenommen und genossen werden, während die süssen Lebensmittel zunehmend als weniger wohlschmeckend auffallen.

Darmpilze und grüner Tee

Nicht selten wird Heisshunger auf Süsses und isolierte Kohlenhydrate durch eine geschädigte Darmflora bzw. durch Darmpilze ausgelöst. Darmpilze benötigen viel Zucker und übertragen diesen Hunger auf ihren Wirt. Eine sehr wirksame Maßnahme innerhalb des „Werkzeugkastens“ der Darmsanierung ist die regelmäßige Einnahme von grünem Tee, hier besonders die Sorten Bancha und Sencha. Hier geht es nicht nur um die Wirkung der Bitterstoffe, sondern auch insbesondere um die im grünen Tee enthaltenen Catechine, Alkaloide und Flavonole. Das Ziel sollte dabei nicht sein, die Darmpilze direkt zu bekämpfen, sondern die Ernährung umzustellen und die Darmschleimhäute zu gesunden. Dies wird zu einer Stabilisierung der Darmflora und damit indirekt zu einem größeren Gleichgewicht der Darmpilze führen. 

Gesunde Leber und grüner Tee

Auch zu erwähnen ist die positive gesundheitliche Wirkung von Bitterstoffen und der Tee-Polyphenole auf die Leber. In China gilt als alte Hausregel seit jeher, dass in jedem Haushalt immer ein guter Bitter-Tee vorhanden sein sollte. Eine gesunde Leber ist der Grundpfeiler eines guten Gesamt-Stoffwechsels im Körper und trägt deshalb elementar zum Erreichen eines Ideal-Gewichts bei. Die Sorten Sencha und Benifuuki sind hier besonders hervozuheben.

EGCG im grünen Tee und Hormonhaushalt

Das viel gerühmte und untersuchte Catechin EGCG (sekundärer Pflanzenstoff) ist im grünen Tee besonders viel enthalten. Laut Studien wirkt es positiv auf den Hormonhaushalt, auch z.B. in den Wechseljahren, und fördert die Bildung sanfterer Östrogenarten, so dass Östrogendominanzen abgemildert werden können. Dies spielt für das Erreichen eines Idealgewichts deshalb eine nicht unwichtige Rolle, weil Hormonstörungen, insbesondere Östrogendominanzen, die Ursache von Übergewicht sein können. Ein Östrogenüberschuss führt zu einem vermehrten Einbau von Triglyceriden in die Fettzellen. Liegt eine solche Dominanz vor, kann in Folge ein Abnehmen wegen übermässiger Fetteinlagerung und/oder wegen einer Schilddrüsenstörung extrem schwer bis fast unmöglich werden. Für diesen Bereich kommen die Sorten Sencha, Matcha und Benifuuki sowie auch für stärkere Fälle das Grünteeextrakt zum Einsatz.

Grüntee bremst indirekt Hungergelüste

Ein weiteres großes Thema stellt die Problematik der extremen Hungergerlüste bei vielen Menschen dar. Ist der Stoffwechsel oder die Nährstoffaufnahme im Magen und Darm gestört kann dies trotz ausreichender oder großer Nahrungsaufnahme zu einer Unterversorgung mit wichtigen Nährstoffen führen. Dies kann immer wieder Appetit und sogar Hungerattacken auslösen. Die verschiedenen Grüntee-Sorten tragen zu einer Stärkung und ggf. sogar Gesundung auf der Ebene des Stoffwechsels, der maßgeblichen Organe Leber, Milz und Bauchspeicheldrüse und der Magen- und Darmschleimhäute bei. Besonders hilfreich ist hierbei der Sencha Tee. Dies führt zu einem Rückgang der Hungerattacken und -gelüste. Bei starken Hungergelüsten und schlechter Stimmung sollte man den südafrikanischen Hoodia-Tee ergänzen, der ein starker Appetitzügler ist (siehe weiter unten).

Wie kann man mit Tee abnehmen?

Die beste Wirkung auf den Stoffwechsel und damit in der Regel auch für das Ziel, sein Idealgewicht zu finden, liegt unserer Empfehlung nach im regelmäßigen Trinken und der speziellen KombinationDosierung und Zubereitung der oben genannten japanischen Grünteesorten, die sich ideal ergänzen. Die Art und Weise der Teezubereitung und des Trinkens ist sehr wichtig und es ist ratsam, sich über alle Details genauestens zu informieren. Bei hartnäckigeren Fällen, oder für den schnelleren Anfangserfolg empfehlen wir noch zusätzlich den Appetitzügler Hoodia-Tee und den Catechin-Lieferant Grünteeextrakt zusätzlich einzunehmen.

Pakete und Anleitung zum Abnehmen

  1. Grüntee-Basis-Paket: Zur allgemeinen Verbesserung des Stoffwechsels, der Verdauungsorgane, der Leber und der Darmflora. Täglich die 3 wichtigsten Grünteesorten Gyokuro, Sencha und Bancha trinken. Zusätzlich sollte 2-3 x pro Woche das wohlschmeckende Grünteepulver Matcha (Erhöhung des Grundumsatzes, Ankurbelung des Stoffwechsels, Beseitigung freier Radikale) eingenommen werden. Dies ist die Grundlage der Empfehlung und dient auch zugleich der Vorbeugung. 
  2. Vier Wochen-Kur Leberaktivierung und Appetitzügler: Zur  Aktivierung der Leber sollte das ganz spezielle und bittere Grünteepulver Benifuuki als 4 wöchige Kur eingenommen werden. Zusätzlich wird unterstützend der südafrikanische Hoodia-Tee als Appetitzügler und Stimmungsaufheller ergänzt.
  3. Vier Wochen-Kur für hartnäckige Fälle: In schwierigen Fällen kann bis zum Erreichen erster signifikanter Erfolge, oder zur Beschleunigung des Prozesses zusätzlich Grünteextrakt eingenommen werden. Hierdurch werden vor allem viele Catechine zugeführt.
  4. Komplett-Paket Abnehmen: Zur Erzielung der größten Synergie kann man alle vorgenannten Tees zusammen kombinieren und über den Tag bzw. die Woche verteilt komplett einnehmen 

Ein genaue Einnahmeempfehlung und Details zur Zubereitung, Dosierung und Kombination finden sich in dem Beitrag Zubereitung von grünem Tee zum Abnehmen

Dabei ist folgendes sehr wichtig: Bei allen Tees sollte man stark auf eine ausreichend hohe Qualität achten, da die Bandbreite der Inhaltsstoffe und der Wirkung sich je nach Tee extrem unterscheiden kann. Es sollte mindestens ein Wirkungsgrad von >90% (Premum-Qualität) eingenommen werden. Bei stärkeren Stoffwechselproblemen empfiehlt sich ein noch höherer Wirkungsgrad (>95%, Super Premium-Qualität), siehe dazu auch den Beitrag Tipps zum Kauf von Grünem Tee

Beste Grünteesorten zum Abnehmen

Vom grünen Tee existieren zahlreiche unterschiedliche Sorten und Qualitäten. Für diese werden unterschiedliche Pflanzenteile und -varietäten sowie Anbau- und Verarbeitungstechniken angewandt. Dadurch besitzen die Grünteesorten deutlich unterschiedliche Inhaltsstoffe und damit individuelle Wirkungsschwerpunkte. Es finden sich nun für alle oben genannten Aspekte des Abnehmens besonders geeignete Sorten und Qualitäten. Außerdem ist hervorzuheben, dass die spezielle Kombination dieser verschiedenen Tees über den Tag verteilt, eine deutlich größere  Kombinationswirkung erzielt, als würde man nur immer wieder einzelne Tees oder nur eine Grünteesorte zu sich nehmen. Dieser Faktor ist nicht ausreichend genug zu betonen. Ähnliches gilt für die jeweilige Zubereitung mit der richtigen Dosierung, Wassertemperatur und Ziehzeit. Im folgenden werden kurz die besten Sorten erläutert, um dann eine konkrete Kombinations- und Zubereitungsempfehlung zu geben.

Besonders empfehlenswert ist die Kombination der gedämpften japanischen Grünteesorten Sencha (Fettstoffwechsel) und Gyokuro (Zuckerstoffwechsel) sowie insbesondere Bancha (gegen Übersäuerung, Pilze und für die Darmflora) und die beiden Grünteepulver  Matcha (Catechine, Nährstoffe und stärkstes Antixodans) und Benifuuki-Pulver (für die Leber und gegen Zuckerhungerbesondere methylierte Catechine und Bitterstoffe). Ausserdem ist die Ergänzung durch den südafrikanischen Hoodia-Tee zu empfehlen (Appetitzügler und für gute Stimmung). Durch eine spezielle Verteilung der Tees über den Tag bzw. über die Woche kommt man in den Genuss einer einzigartigen und sehr effektiven Wirkstoff- und Nährstoffkombination. 

Sencha Tee: Allrounder und Fettstoffwechsel

Der japanische Sencha Tee ist der Allrounder unter den Grünteesorten. Er wirkt insgesamt besonders harmonisch und umfassend. Trinkt man ihn regelmäßig, wird er seine Kraft neben vielen anderen Wirkungsfeldern sehr positiv auf die Leber, Herz-Kreislauf- und das Immunsystem entfalten. Der Fettstoffwechsel wird durch ihn in besonderem Maße harmonisiert.   

Gyokuro: Zuckerstoffwechsel

Der edle Gyokuro ist ein beschatteter japanischer Grüntee, der durch diese Anbautechnik über besondere Wirkstoffe verfügt. Er besitzt äußerst positive Wirkungen auf den Zuckerstoffwechsel und ist zudem einer der besten Naturheilmittel bei Nierenerkrankungen. 

Bancha Tee: Übersäuerung und Übergewicht sowie Darmflora

Ein weiterer nicht unwesentlicher Aspekt bei hartnäckigem Übergewicht kann sein, dass eine Übersäuerung des Körpers vorliegt. Viele Menschen wissen nicht, dass ein zu saures Milieu im Körper den Fettstoffwechsel stark stören kann und dadurch ein Zunehmen begünstigt, bzw ein Abnehmen erschwert. Zur Herstellung eines basischeren Milieus kann der japanische Grüntee Bancha besonders gut beitragen. Er ist aber auch hilfreich für den Aufbau einer gesunden Darmflora und wirkt gegen pathogene Darmpilze.

Matcha: Freie Radikale, Antioxidantien und Stoffwechsel sowie erhöhter Grundumsatz

Ähnlich wie eine zu hohe Übersäuerung des Körpers können zu viele freie Radikale, die durch schlechte Ernährung oder Gifte aufgenommen oder im Körper erst gebildet werden, den Stoffwechsel stark beeinträchtigen. Gegen die freien Radikale wirken die sogenannten Antioxidantien. Grüner Tee zählt allgemein zu den stärksten Antioxidantien aller Lebensmittel, angeführt von dem Grünteepulver Matcha (höchster ORAC-Wert). Die Einnahme von Matcha kann also sehr gute Effekte auf den Stoffwechsel erzielen. Außerdem besitzt Matcha eine äußerst anregende Wirkung auf den Grundumsatz. Ein erhöhter Grundumsatz bedeutet die Verbrennung einer höheren Kalorienzahl pro Tag bei gleicher Bewegung. 

Benifuuki-Pulver: Besondere Bitterstoffe für die Leber

Benifuuki ist eine besondere Kreuzung zweier Grünteeevarietäten und wird auf besondere Weise hergestellt. Dadurch besitzt die Pflanze spezielle Bitterstoffe, insbesondere methylierte Catechine, die sonst in dieser Form in keiner anderen Pflanze zu finden sind. Diese Bitterstoffe wirken äußerst förderlich für die Leber und den gesamten Zellstoffwechsel. Benifuuki-Pulver hat sich übrigens auch als Mittel gegen Allergien bewährt.

Hoodia Tee: Appetitzügler 

Hoodia gordonii ist eine Pflanze aus der Kalahari-Wüste in Südafrika und Namibia, die traditionell von dort lebenden Buschleuten als starker Appetitzügler vor längeren Jagdausflügen oder bei Hungersnöten eingenommen wurde. Dies war ein effektives Mittel, um mehrere Tage anstrengende Jagd, ohne die Möglichkeit einer Nahrungsaufnahme, oder Zeiten der Dürre bzw. von Hungersnöten überstehen zu können. Hoodia-Tee zügelt aber nicht nur den Hunger, sondern gilt zudem noch als stimmungsaufhellend, was gerade in Abnehm-Perioden sehr willkommen ist. Es sollte darauf geachtet werden, dass nur Hoodia Tee aus Kulturanbau und nicht von wildwachsenden Pflanzen verwendet wird, da die Pflanze selten vorkommt, sehr langsam wächst und unter Artenschutz steht. Bei dem Tee empfiehlt es sich, ihn nicht pur, sondern vermischt mit einem milden Kräutertee, insbesondere dem mineralstoffreichen und koffeinfreien Rooibostee zu trinken. Dies macht die Wirkung des Hoodia Tees etwas harmonischer für den Körper und ist wohlschmeckender. 

Tee, Extrakt, Kapseln oder Tropfen?

Es stellt sich die Frage, ob man zum Abnehmen die Inhaltsstoffe des grünen Tees besser durch Tee trinken, oder in Form von Grünteeextrakt, bzw. Kapseln oder Tropfen zu sich nehmen soll. Was die Wirkung des grünen Tees auf den Fettstoffwechsel angeht, konzentriert sich die Forschung bislang vor allem auf die besonderen Teepolyphenole namens Catechine. Diese Pflanzenstoffe sind in kaum einer anderen Pflanze in dieser Menge und Kombination zu finden. Sie sind in höherer Dosierung in den bittereren Grünteesorten, wie z.B. dem Sencha, vorhanden. In besonders hoher Konzentration werden sie isoliert im Grünteeextrakt meist als Kapseln angeboten.

Allerdings weisen Studien neuerdings daraufhin, dass die Catechine ihre optimale Wirkung erst zusammen mit den zahlreichen anderen Inhaltsstoffen der ganzen Teepflanze entfalten und in isolierter Form weniger umfassend wirken. Zudem kann eine zu hohe Dosierung der Catechine auch nachteilige Wirkungen auf den Körper mit sich bringen, insbesondere bei längerer Einnahme Leberbelastend wirken. Dies spricht prinzipiell für die längere Einnahme des Grüntees in Form eines Tee-Aufgusses, ergänzt durch Grüntee-Pulver (fein zermahlenes ganzes Teeblatt aus catechinreichen Grünteesorten) und für zeitlich begrenzte Kuren in hartnäckigen Fällen auch durch Grünteextrakt für eine bestmöglichste Wirkung.

Wie viel kann man abnehmen?

In der Mehrheit der Studien zeigte sich ein signifikanter Effekt auf die Fettverbrennung, Stoffwechsel und den Grundumsatz. Dies äußert sich normalerweise in einem entsprechenden signifikanten Gewichtsverlust. Aus der Vielzahl der Studien lässt sich aber keine klare Verbindung zwischen der Menge an grünem Tee und der Reduktion des Körpergewichts ableiten. Man sollte also nicht daraus schließen, dass man umso mehr an Gewicht verliert, je mehr man von Grüntee zu sich nimmt.

Vielmehr ist es wichtig, eine ausreichende Mindestmenge täglich an grünem Tee zu trinken. Dazu ist in den meisten Fällen das Trinken einer Grüntees morgens, mittags und abends sowie 2-3 x pro Woche die Einnahme von Matcha ausreichend. Zu betonen ist auch, dass die meisten wissenschaftlichen Studien eher kurzfristig angelegt sind. Positive Effekte auf die Leber und den Darm treten aber vorrangig mittelfristig auf. Das bedeutet, dass signifikante positive Effekte in vielen Studien wohl gar nicht erfasst werden konnten.

Wichtig ist zudem vor allem, dass keine der Studien die verschiedenen Teesorten berücksichtigt und keine Kombinationswirkung erzielt. Ausserdem werden auch keine optimalen Zubereitungsarten verwendet, sondern hauptsächlich die EGCG-Menge beobachtet. Von den Kombinationseffekten kann man aber enorm profitieren.

Zur Mindestmenge an Tee, die man zum signifikanten Abnehmen einnehmen sollte, werden unterschiedliche Hinweise in den Studien genannt. Erste Effekte setzen unserer Ansicht nach bei mindestens täglich 2 Portionen grünen Tee mit 2-3 TL Tee auf etwa 0,3-0,4l zWasser. Aber massiv wirkungsvoller ist es, das oben beschriebene komplette Paket zum Abnehmen täglich anzuwenden. Gibt es keine anderen Störfaktoren oder gesundheitliche Probleme und ist ausreichend körperliche Bewegung vorhanden, sollte eine deutliche Entwicklung hin zum Idealgewicht realisierbar sein.

Nimmt man in jedem Fall ab?

Da Übergewicht und die Stoffwechselsituation von zahlreichen Faktoren abhängen, gilt nicht für alle Situationen, dass die Einnahme von grünem Tee unbedingt zu einem Verlust an Übergewicht führen wird. Besteht ein krankhaftes, starkes Übergewicht, also Adipositas, ist das Geschehen in seiner Ganzheit und seinen wichtigsten Ursachen zu betrachten und zu therapieren (ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel, Übersäuerung, hormonelle und Leber-Störungen, etc.), wenn man Abnehmerfolge erzielen möchte.

Man kann aber trotzdem davon ausgehen, dass der grüne Tee beim persönlichen Abnehmziel für „Rückenwind“ sorgen wird. Es lassen sich dazu einige wichtige Tipps und Ratschläge geben. Und nicht zuletzt ist es leicht, schmackhaft und auch allgemein förderlich für die Gesundheit, das Trinken von grünen Tee und seine Wirkung auf den eigenen Stoffwechsel einfach auszuprobieren.

Zu berücksichtigen ist noch, dass Grüntee ggf. Wechselwirkungen mit Medikamenten besitzt. Bei Einnahme von Medikamenten oder bei Vorliegen von Erkrankungen sollte die Einnahme von grünem Tee unbedingt vorher mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Mehr dazu im Beitrag Risiken

Kann man mit den grünen Tees schnell abnehmen?

Der Erfahrung nach zeigt sich häufig eine relativ schnelle erste Wirkung des grünen Tees auf den Stoffwechsel und den Grundumsatz, meist schon innerhalb der ersten beiden Wochen. Eine deutliche nachhaltige Wirkung setzt aber erst richtig nach einer regelmäßigen täglichen Einnahme von etwa 2-3 Monaten ein (mindestens 2 Portionen à 2-3 TL hochwertigen Tee auf 0,3-0,4l Wasser, deutlich besser jedoch das komplette Abnehmpaket oben).

Wie viel man abnehmen kann, hängt aber stark von den Ursachen des Übergewichts ab. Der grüne Tee erhöht bei regelmäßiger Einnahme den Grundumsatz und trägt bei gleichbleibender Ursachenlage in der Regel alleine dadurch zu einer signifikanten Reduktion. Betrachten Sie den Grüntee besser nicht als ein reines Mittel, um eine bestimmte Anzahl Kilogramm Gewicht in einem bestimmten Zeitraum abzubauen, sondern um den Stoffwechsel und seine Organe zu fördern und zu harmonisieren, damit Ihrer Gesundheit etwas Gutes zu tun und auf natürliche Weise gefördert zu werden, in sein Idealgewicht zu kommen. 

Übergewicht

Übergewicht stellt in den westlichen Industrieländern eine der großen gesundheitlichen Risikofaktoren dar. Mangelnde Bewegung, ungesunde Lebensweise (z.B. Stress), schlechte Ernährung, Übersäuerung, Mangelversorgung an Nährstoffen, Toxine in Lebensmittel und der Umwelt und daraus resultierende Stoffwechsel- und Hormonstörungen sind die wesentlichen Gründe für zu hohe Werte im Body Mass Index. Aber gleichwohl hat sich die Zahl der stark übergewichtigen Menschen in den letzten Jahrzehnten rasant nach oben entwickelt, so dass von einer extremen Verschärfung des Problems gesprochen werden kann.

Adipositas

Die Adipositas (lateinisch adeps = Fett), Obesitas oder Fettleibigkeit – auch umgangssprachlich Fettsucht genannt – ist eine Erkrankung des Stoffwechsels, die zu starkem bis sehr starkem Übergewicht führt. Man spricht von Adipositas wenn der Body Mass Index (BMI), oder auch Körpermasseindex genannt, über 30 liegt. Der BMI wird ermittelt aus Körpergewicht geteilt durch Körpergröße zum Quadrat (z.B.74 kg / (1,62 m x 1,62 m) = BMI von 28,2) .

Das Normalgewicht bei Männer liegt bei einem Alter von 25-34 Jahren bei einem BMI von 20-24,9, bei Frauen 19-23,9. Übergewichtige hätten im Vergleich einen BMI von 25-29,9 (Männer) bzw. 24-29,9 (Frauen) und adipös wäre ein BMI von >30 bei Frauen und Männern. Mit zunehmendem Alter wird diese BMI-Zuordnung bei manchen Autoren etwas nach oben verschoben, so dass z.B. das Normalgewicht bei einem >64 Jahre alten Menschen einem BMI von 24-29 zugeordnet wird.

Dies kann aber zu abstrusen Aussagen führen. Wiegt eine Person mit 1,70 m Länge im Alter von 25 Jahren 65 kg mit einem BMI von 22,5, dann beträgt ihr Normalgewicht mit 65 Jahren gemäß Alters-BMI von 24 auf einmal mindestens 69,4 kg. Nimmt sie nicht zu, wäre sie demnach untergewichtig. Dieser Alterszuschlag ist also eher dem Umstand geschuldet, dass ältere Menschen mangels Bewegung und wegen schlechter Ernährung häufig mehr wiegen, als in jüngeren Jahren.

Der BMI darf aber nur als grobe Orientierung genommen werden. Er berücksichtigt zum Beispiel nicht, welchem Körpertyp man angehört (ektomorph, endomorph, mesomorph), wie das Verhältnis zwischen Muskeln und Fett ist und wie viel Wasser im Körper eingelagert ist.

Body Mass Index

Die Ursachen der Adipositas liegen grundsätzlich in einer Über- und Fehlernährung, Stoffwechsel- und Hormonstörungen, genetischer Prädisposition, äußeren Einflüssen (wie z.B. Toxine), aber auch psychischen und seelischen Gründen (Stress, Sorgen, Blockaden, Verletzungen etc.). Die Fettleibigkeit zählt weltweit zu den größten Erkrankungen und Risikofaktoren wichtiger Krankheiten, wie insbesondere koronare Krankheiten (vor allem Arteriosklerose), bestimmte Arten von Krebs und Diabetes mellitus.

Vor diesem Hintergrund ist es natürlich von großer Bedeutung, ob die häufig zu vernehmende Behauptung stimmt, dass die Einnahme von grünem Tee, oder seiner Inhaltsstoffe mittels Grünteeextrakt oder -pulver, tatsächlich das Abnehmen unterstützt bzw. beschleunigt.